Bei der Selbstbefriedung handelt es sich um eine geschlechtliche Masturbation, quasi eine Autosexualität. Bei der Selbstbefriedung kann natürlich auch ein Partner aktiv an einer Selbstbefriedung teilnehmen, sei des durch Lecken der Scheide oder intensiven Fingerspielchen. Am häufigsten wird die Hand für die Selbstbefriedung genutzt, da dies Stimulationswerkzeug immer bereit ist.
Die Selbstbefriedung ist für viele Männer aber auch so gut wie alle Frauen, der erste Kontakt mit dem Sexleben. Durch die Entdeckung des eigenen Körpers, finden viele – auch durch mangelnde Aufklärung der Eltern – erst heraus, wozu der Körper und dessen intime Organe eigentlich geeignet sind. Eine Neugierde die dazu führt, das man mit seinem eigenen Körper rumexperimentiert, ein Vorgang der völlig normal ist, und der so gut wie jeder Mensch schon vollzogen hat.
Durch die sexuelle Erregung kommt es dann früher und später zu den ersten Orgasmus, den viele heute noch als den besten beschreiben, den Sie je hatten.
Statistisch betrachtet masturbieren mehr Männer (94%) als Frauen (60%) auch eine interessante Statistik belegt, das Männer bereits ab dem 12 Lebensjahr schon Masturbieren, wobei Frauen teilweise bis zum 20 Lebensjahr warten.
Masturbiert wird hier auf ganz unterschiedliche Art und Weise, während Männer Ihren Penis mit der Hand befriedigen oder zur Gummipuppe greifen, haben Frauen wesentlich mehr Möglichkeiten. Wo wir wieder beim Dildo wären, der Dildo gilt als das beliebteste Sexspielzeug wenn es um die Selbstbefriedigung geht. Hier gibt es eine Menge Möglichkeiten. Viele Lesbische Pärchen kaufen sich sogar Dildos, die man mit einem Gurt um die Hüfte schnallen kann um dann Sex zu haben, eine der beiden Frauen übernimmt mit dem angegurteten Dildo dann den Männlichen Part. Der Vorteil bei dieser Art von Selbstbefriedigung ist, das man diesen gemeinsam vollziehen kann und natürlich auch, das dies zeitlich nicht begrenzt ist, so das man sicher sein kann, einen Orgasmus zu bekommen.
Aber auch die Frau benutzt immer wieder gerne mal die eigene Hand als Sexinstrument, mit der Hand kann sie vieles anstellen, sie kann nach dem erregendsten Punkt suchen und dann loslegen. Viele Frauen haben durch die Handmethode ihren ersten Orgasmus gehabt und das obwohl sie bereits vorher schon Sex hatten mit einem Mann.
Die Religiöse Seite der Masturbation ist sehr streng, viele Religionen empfinden die Selbstbefriedung als absolute Sünde. Laut dem Koran, der Bibel und den jüdischen Schriften ist erwünscht das sich religiöse Menschen bis zur Ehe in Keuschheit halten und dann den Sex zur Vermehrung praktizieren. Nur wenige Menschen halten sich an diese strengen Vorgaben, die aus alten Zeiten stammen, die nicht mehr zeitgemäß sind.
Die Masturbation ist nach heutigen Stand medizinisch nicht Gefährlich, im Gegenteil, beim Mann kann häufiges Masturbieren sogar dem Prostata Krebs vorbeugen.
Außerdem ist die Selbstbefriedung eine Sexualität für sich und kein Ersatz für etwas, desweiteren ist es wichtig zu Masturbieren, denn dadurch ist eine gesunde sexuelle Entwicklung möglich.
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Tags: hand, lesbisch, masturbation, prostata krebs, Selbstbefriedigung, sünde

Selbstbefriedigung ist KEINE Sünde!
Selbstbefriedigung kommt in der Bibel gar nicht vor. In der bekannten Onan-Geschichte im Alten Testament vollzog Onan keine SB, sondern Coitus interruptus, also Empfängnisverhütung. Er wollte seinem verstorbenen Bruder und dessen Witwe keine Nachkommen hinterlassen und verstieß damit gegen das jüdische Gesetz und das Gebot Gottes. Für diesen Ungehorsam tötete ihn Gott. Die Meinung, SB sei Sünde und “unrein” (unrein auch die weibliche Periode!), ist reine Willkür und ist biblisch nicht belegbar.
Nach Erkenntnissen der heutigen Medizin, Psychologie und Sexualwissenschaft ist SB eine eigenständige und wertvolle Form der Sexualität. Der Sexualtrieb ist uns Menschen angeboren und wir behalten ihn ein Leben lang. Er ist NICHT auf den ehelichen Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau mit Offenheit zur Zeugung beschränkt! Schon Embryos im Mutterleib berühren ihre Geschlechtsteile. Für Jugendliche ist SB Triebabfuhr und Einüben ihrer Sexualität (die laut Schöpfungsbericht von Gott gegeben ist). Erwachsene können durch SB ihr Sexualleben bereichern, und für viele, vor allem Frauen, ist sie ein gutes Orgasmustraining.Sexualtherapeuten verordnen SB gegen Orgasmusprobleme.
Ich empfinde es als ungeheure Arroganz und Größenwahn, wenn “Christen” Menschen, die sich selbst befriedigen, verachten und für alle gültige Verbote aufstellen wollen. Die jahrhundertelange Unterdrückung der SB durch Mediziner, Pädagogen, Philosophen und Kirchenväter (gibt es eigentlich auch Kirchenmütter?) hat viel Not und Elend über die Menschheit gebracht. Ich erinnere nur an die zahlreichen Klitoridektomien in Europa und den USA zur “Behandlung” der weiblichen Masturbation.
Selbstbefriedigung – eine Sünde? NEIN!
Die römisch-katholische Kirche brandmarkt noch heute die Selbstbefriedigung als eine “in sich schwere ordnungswidrige Handlung” (Katechismus der Katholischen Kirche, KKK), also Sünde. Diese Einschätzung muss im Zusammenhang mit der allgemein äußerst restriktiven, ja mittelalterlichen Sexualmoral der RKK gesehen werden: Auch vor- und außerehelicher Sex, ehelicher Geschlechtsverkehr – natürlich zwischen Mann und Frau – ohne Offenheit zur Zeugung, Homosexualität, Empfängnisverhütung: alles Sünde. Bei Verstößen empfiehlt die Kirche dringendst Reue, Beichte und Buße, um doch noch Vergebung zu erlangen. Falls nicht gebeichtet wird, drohen Fegefeuer und Höllenqualen.
Nur gut, dass die Mehrheit der katholischen Schäfchen sich heutzutage um diese Verbote nicht mehr kümmern!
Die Bewertung von Selbstbefriedigung durch die christlichen Kirchen ist nicht einheitlich. Für die evangelisch-lutherische und die neuapostolische Kirche ist Selbstbefriedigung keine Sünde. Die römisch-katholische Kirche hingegen brandmarkt die SB als eine “in sich schwere ordnungswidrige Handlung” (Katechismus der Katholischen Kirche, KKK, Nr. 2352), also Sünde, die zwecks Vergebung gebeichtet werden muss. Auch evangelikale Kirchen und fundamentalistische christliche Gemeinschaften, aber auch Sondergruppierungen wie z.B. die Mormonen, verfallen diesem Leitbild.
Selbstbefriedigung wurde jahrhundertelang von Medizinern, Pädagogen, Philosophen und Kirchenvätern unterdrückt. Zahlreiche Krankheiten wurden ihr zugeschrieben: Akne, Gehirnerweichung, Rückenmarksschwund, Wahnsinn, Tuberkulose oder Lepra sollten die Folgen des Masturbierens sein. Ausgeklügelte Apparaturen zur Verhinderung der Onanie wurden entwickelt, und zahlreiche Mädchen und Frauen in Europa und den USA mussten Kltoridektomien zur Verhinderung weiblicher Masturbation über sich ergehen lassen.
All diese angeblichen Krankheiten als Folgen der Selbstbefriedigung wurden von den modernen Wissenschaften vollständig widerlegt. Nach Erkenntnissen der heutigen Medizin, Psychologie und Sexualwissenschaft ist SB eine eigenständige und wertvolle Form der Sexualität und bereichert das Sexualleben von Jugendlichen und Erwachsenen. Sexualtherapeuten SB gegen Orgasmusprobleme und vorzeitigen Samenerguss. Nach einer australischen Studie aus dem Jahre 2003 senken fünf Ejakulationen in der Woche das Prostatakrebsrisiko von Männern um ein Drittel.