Der Dildo aus medizinscher Sicht

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Kaum zu glauben aber wahr: In früheren Zeiten wurde der Dildo hauptsächlich aus medizinischen Gründen benutzt und hatte mit Erotik und Sex so gar nichts zu tun.


Werfen wir doch mal einen Blick in die gute alte Zeit. Sex fand nur im Dunkeln, mit Nachthemd und unter der Bettdecke statt. Männer hatten dabei ihren Spaß, Frauen eher weniger. Und das war auch der Sinn der Sache. Sex diente, was die Frauen anging, nur der Fortpflanzung und nicht dem Vergnügen.
Es ist daher auch kein Wunder, das Dildos wie medizinische Geräte behandhabt wurden und nicht wie Lustspender.
Im 18. Jahrhundert hieß der weibliche Orgasmus Hysterie und diese vermeintliche “Störung” wurde entsprechend behandelt. Hatte eine Frau Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Atemnot, dann holte der Arzt den Dildo hervor. Hatten die Damen eine zu rege Fantasie, waren sie nervös oder verwirrt, kam wieder der Dildo zum Einsatz. Man benutzte Dildos aus Holz, geeignetes Gemüse oder einfach nur die Finger. Nach der “Behandlung” waren die meisten Frauen total entspannt. Wie in der heutigen Zeit auch. Daran hat sich nicht viel geändert.
Aber es gab auch Methoden, die jagen einem vernünftigen Menschen noch heute eine Schauer über den Rücken. Eine dieser fragwürdigen Methoden war die so genannte “Fumigation”. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Begasung oder Ausräucherung. Das zu lesen ist schon schwer, aber die Behandlung die sich dahinter verbirgt, ist eigentlich nur Folter zu nennen.
Die “kranken” Frauen mussten sich nackt über eine Art Stövchen (einen Teewärmer mit Kerze) hocken, das mit unterschiedlichen Ölen befüllt war. Damit die Dämpfe auch optimal in die Vagina gelangen konnten, wurde ein Blechdildo mit Löchern eingeführt, der die Vagina weiten sollten. Dieser “Dildo” wurde nicht umsonst “Mösenöffner” genannt.
Davon abgesehen, das diese ganze Prozedur für die betroffenen Frauen extrem erniedrigend gewesen sein muss, über den medizinischen Hintergrund kann man nur spekulieren. Das Ganze passierte übrigens zur Zeit der Renaissance, dem Zeitalter der Erneuerung und der Aufklärung.
Im 18. Jahrhundert waren die Herren Ärzte und Wissenschaftler wieder anderer Meinung. Sämtliche Hilfsmittel waren schädlich für den weiblichen Körper und die weibliche Gesundheit. Zur Austreibung von allerlei Beschwerden war jetzt nur noch der Ehemann zuständig. Einzig das männliche Glied konnte Frauen von gelegentlichen Hysterien befreien. Die Kirche war übrigens mit dieser Heilmethode mehr als nur einverstanden.
Eine noch effektivere Methode (oder Folterung) Frauen die Hysterie auszutreiben, erfand der englische Arzt George Taylor. Sein “Manipulator” wurde 1869 zum ersten Mal benutzt. Frauen die an nervösen Störungen litten mussten sich nackt (wie sonst?) mit dem Gesicht nach unten auf einen Metalltisch legen. Der gute Doktor Taylor führte ihnen daraufhin eine dampfbetriebenen “Massagestab” in die Scheide ein und massierte seine Patientinnen bis zum Ausbruch einer Hysterie, sprich eines Orgasmus. Das sollte die armen Frauen beruhigen.
Wenn alles nichts half, ging man zur Hydrotherapie über. Den Damen wurde ein harter Wasserstrahl gezielt in die Vagina gelenkt. Um zu erkennen, das diese barabarischen Behandlungsmethoden nicht der Gesundheit der Frauen gedient haben, sondern einzig und allein dem Wohlbefinden des Arztes, muss man kein Arzt sein.

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