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9 to 5 Days in Porn

Heute möchte ich euch gerne mal einen ganz besonderen Film vorstellen, der zwar nur bedingt mit Dildos zu tun hat, aber der ein absoluter Geheimtipp ist.


Die einen mögen sie, andere empfinden sie nur als vulgär und alle die behaupten sie haben noch nie einen gesehen, lügen sehr wahrscheinlich. Die Rede ist von Pornofilmen.
9to5daysGanz gleich wie man zu Pornos steht, ob man sie mag oder nicht, seit dem 2. Juli läuft “9 to 5 Days in Porn” in den deutschen Kinos, und wer den Film gesehen hat, wird anders über Pornos denken.
Jens Hoffmann dreht seit einigen Jahren Dokumentationsfilme und hat damit eine Menge Preise gewonnen, seit neuster Film handelt von all denen die im Pornogeschäft ihr Geld verdienen. In seinem Film, der Titel steht übrigens für die amerikansiche Büroarbeitszeit von 9°° Uhr am morgen bis 17°° Uhr am abend, geht es um Produzenten die ihre Darstellerinnen für 400,- Dollar “verkaufen”, um Regiesseure die wirklich harte Filme drehen und an deren Set es am fröhlichsten zu geht und natürlich um die Darsteller. Frauen, so hat Hoffmann in den anderthalb Jahren im San Fernando Valley, dem Epizentrum der amerikanischen Pornoindustrie festgestellt, haben in diesem Geschäft die Macht. Männer funktionieren nur.
Da gibt es eine Deutsche die vorher als graue Büromaus irgendwo in Ostdeutschland gearbeitet hat und heute ein Superstar der Branche ist und über 500.000,- Dollar im Jahr verdient. Andere hat das Geschäft kaputt gemacht. Sie überstehen, wenn überhaupt, ihre Drehtage nur mit reichlich Gras und der Crack Pfeife.
Aber Hoffmann wollte noch mehr wissen. Wie leben diese Frauen? Wie sieht ihr ganz normaler Alltag aus, welche Wünsche haben sie und welche Träume? “9 to 5 days in Porn” ist ein Dokumentarfilm in Episodenform und hat nicht mit schmuddeligem Voyarismus zu tun, es dreht sich nur um zehn Menschen die in einem oft menschenunwürdigen Job arbeiten und so manches Mal zu Marionetten werden. Bis zum bitteren Ende.
Wer bei “9 to 5 days in Porn” einen Pornofilm erwartet, der wird enttäuscht sein, denn es gibt nicht eine pornografische Szene zu sehen. Und noch etwas geschieht in diesem wirklich erstklassigen Film: Der Abschied von einem Mythos, dem Mythos Pornofilm.

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