Immer wieder sonntags

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Wer am Sonntagmorgen gerne knackig frische Brötchen essen will oder für einen Besuch am Nachmittag noch einen Strauß Blumen braucht, der kann entweder an eine Tankstelle oder aber zum Bahnhof fahren. Leider ist das Angebot an den meisten Tankstellen nicht so besonders, denn wer möchte schon fünf mickrige Rosen in Zellophan verschenken, die nach Diesel und Motoröl riechen und deshalb ist der Bahnhof die bessere Alternative. Die größeren Bahnhöfe erinnern immer ein bisschen an eine kleine Stadt in einer großen Stadt und in fast jedem Bahnhof kann man neben einem Blumengeschäft und meist sogar mehreren Bäckereien auch einen Sexshop finden, der sich immer ein wenig in der hinteren Ecke bei den Schließfächern und neben den Toiletten versteckt. Wenn man an einem Sonntag verreisen möchte und vielleicht noch einen Dildo oder Kondome kaufen will, dann hat man Pech, denn sonntags dürfen die Sexshops in den Bahnhöfen nicht öffnen und das hat seinen Grund: Sie verkaufen keine Dinge, die für eine Reise von Bedeutung wären. Das war bis vor ein paar Wochen noch Gesetz, aber ein findiger Sexshop Betreiber im Hauptbahnhof von München hat dieses Gesetz sehr geschickt ausgehebelt.

In einem Bahnhof dürfen nur die Geschäfte am Sonntag ihre Pforten öffnen, die Artikel verkaufen, die man auf Reisen braucht, also einen Koffer oder auch eine Zeitung, um sich die langen Stunden auf einer Zugfahrt zu verkürzen. Aber braucht man auch einen Porno oder einen Dildo, wenn man verreisen will? Die Stadt München sagt nein, und als der Sexshop Inhaber trotz Verbot auch weiter am Sonntag seine Artikel verkauft hat, brummte ihm die Stadt ein saftiges Ordnungsgeld von 2.000,- Euro und ein Verbot auf, an Sonn- und Feiertagen zu verkaufen. Das wollte der Inhaber aber nicht auf sich sitzen lassen, zahlen wollte er erst recht nicht und ging vor Gericht.

Die Richter waren um diesen Fall nicht zu beneiden, denn die Argumente, die der Anwalt des Klägers vorbrachte, hatten Hand und Fuß. Wenn man sich die lange Zugfahrt mit dem Lesen einer Zeitung vertreiben darf, warum nicht auch mit einem erotischen Magazin oder einem pornografischen Buch? Im Zeitalter von Laptop und Tablet-PC werden nicht nur Spielfilme gerne gesehen, um sich die Zeit zu vertreiben, also warum nicht auch ein heißer Streifen? Und überhaupt, wird nicht immer dafür geworben, sich in den Ferien vor Aids und Geschlechtskrankheiten effektiv mit der Hilfe von Kondomen zu schützen? Warum sollten dann im Sexshop am Bahnhof keine Präservative verkauft werden, ganz gleich an welchem Wochentag? Diesen Argumenten konnten sich die Richter dann nicht mehr verschließen und gaben dem Inhaber des Sexshops recht. Er darf künftig auch an Sonntagen und an Feiertagen seinen Laden öffnen, aber nur eingeschränkt.

So dürfen im Sexshop am Münchner Hauptbahnhof sonntags Kondome, Bücher, Zeitschriften und auch DVDs verkauft werden, aber wenn man einen Dildo, einen Vibrator oder Gleitgel kaufen will, muss bis zum Montag warten. Diese Dinge, so argumentierten die Richter, kann man mit auf Reisen nehmen, aber sie sind nicht unbedingt notwendig und gehören damit auch nicht zum Reisebedarf, wie zum Beispiel die Blumen oder die belegten Brötchen.

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